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Der barmherzige Samariter

Superbuch Folge 313

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst – und alle Menschen sind deine Nächsten.

Zugehörige Fragen und Antworten

Wer ist mein Nächster und wie soll ich ihn behandeln?

Jesus lehrte im Gleichnis vom barmherzigen Samariter, dass jeder unser Nächster ist. Er sagte auch, dass wir unseren Nächsten lieben müssen wie uns selbst. In dem Gleichnis sehen wir, dass der Samariter Mitgefühl, Großzügigkeit, Güte und Barmherzigkeit dem jüdischen Mann gegenüber hat. Er hat sich sehr um ihn gekümmert, als der Mann neben der Straße zum Sterben zurückgelassen wurde. Wer ein Bedürfnis hat; das ist unser Nächster! Wie wichtig ist es, den Nächsten zu lieben? Die Pharisäer versuchten erneut, Jesus in eine Falle zu locken, indem sie ihm Fragen stellten. Ein Experte für religiöse Gebote fragte Jesus, was die wichtigsten Gebote seien. „Jesus antwortete ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‘ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ‚Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‘ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.“ (Matthäus 22,37-40) Nächstenliebe ist also sehr wichtig! Wahrscheinlich hast du schon von der Goldenen Regel gehört. Jesus nannte sie in Matthäus 7,12. „Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten“ (Matthäus 7,12). Wie möchtest du behandelt werden? Dann behandle andere auch so. Möchtest du Barmherzigkeit? Erweise anderen Barmherzigkeit. Möchtest du Vergebung erhalten? Vergib anderen. So lieben wir unseren Nächsten wie uns selbst!

Entdecke, dass Gott dich liebt und einen Plan für dich hat.

Erwartet Gott von mir, dass ich meinen Besitz und meine Zeit mit anderen teile?

Bist du großzügig? Was bedeutet es überhaupt, großzügig zu sein? Es bedeutet, freiwillig alles oder mehr als nötig oder erforderlich zu geben oder zu teilen. Der Samariter in Jesu Gleichnis war freundlich und großzügig. Er riskierte sein eigenes Leben, indem er stehen blieb, um dem verletzten Mann zu helfen. Die Banditen könnten sich versteckt und darauf gewartet haben, dass jemand ihm hilft, damit sie erneut angreifen können. Dann pflegte er die Wunden des Mannes mit seinem eigenen Öl, Wein und Bandagen. Er setzte den Mann auf seinen eigenen Esel und brachte ihn zum Gasthaus. Das war noch nicht alles! Er zahlte dem Gastwirt einen Betrag, der damals etwa dem Lohn von zwei Tageslöhnen entsprach. Am nächsten Tag versprach er dem Gastwirt, alle zusätzlichen Kosten zu übernehmen, die für die Pflege des Mannes bis zu seiner Genesung anfallen würden. Was für ein Beispiel Jesus uns für die großzügige Fürsorge für unseren Nächsten gegeben hat. Was der Samariter tat, wäre für einen Freund oder anderen Samaritaner gut gewesen; doch all das tat er für seinen verachteten jüdischen Feind! (Lukas 10,25-37). Sind wir großzügig wie der Samariter? Oder versuchen wir, für ein Bedürfnis oder eine Bitte möglichst wenig Zeit, Mühe oder Geld aufzuwenden? Welche Einstellung haben wir, wenn wir geben oder helfen? Sind wir fröhlich und geben gerne? Oder tun wir es widerwillig und beschweren uns dabei? In 2. Korinther 9,7-9 heißt es: „So soll jeder für sich selbst entscheiden, wie viel er geben will, und zwar freiwillig und nicht aus Pflichtgefühl. Denn Gott liebt den, der fröhlich gibt.“ Er kann euch so reich beschenken, ja, mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr zu jeder Zeit alles habt, was ihr braucht, und mehr als das. So könnt ihr auch noch anderen auf verschiedenste Art und Weise Gutes tun. In der Heiligen Schrift heißt es: „Großzügig schenkt er den Bedürftigen, was sie brauchen; auf seine Barmherzigkeit kann man immer zählen. Darum kommt er zu Ansehen und Macht“ (Psalm 112,9) Gottes Antwort auf unsere Großzügigkeit besteht darin, großzügig zu uns zu sein! Er wird uns alles geben, was wir brauchen, und sogar noch mehr, um es mit anderen zu teilen! Wir lieben und dienen einem großzügigen Gott. Wie großzügig? Er sandte seinen einzigen Sohn, um für unsere Sünden zu sterben, damit wir für immer mit ihm leben können! Wenn wir mit Christus verbunden sind, segnet Gott unser Leben großzügig. „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt“ (Epheser 1,3).

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Jesus forderte den Schriftgelehrten auf, Barmherzigkeit zu zeigen. Müssen auch wir Barmherzigkeit zeigen?

Jesus beendete das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, indem er dem Schriftgelehrten eine Frage stellte. „Was meinst du? Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?“ fragte Jesus. Der Gesetzeslehrer erwiderte: „Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat.“ „Dann geh und folge seinem Beispiel!“, forderte Jesus ihn auf (Lukas 10,36-37). Es ist interessant, dass der Schreiber nicht sagen wollte, dass es der Samariter war. Er sagte: „Der Mann, der ihm geholfen hat.“ Es muss sehr schwer gewesen sein, Jesu Gleichnis zu hören. Zweifellos hatte der Gesetzeslehrer seine eigenen Vorstellungen davon, wer seine Nächsten waren. Die Samariter waren nicht auf der Liste! Jesus forderte den Schriftgelehrten auf, anderen gegenüber Barmherzigkeit zu zeigen, nicht nur gegenüber seinen Freunden oder anderen Leitern, sondern gegenüber allen. Die Worte Jesu sind auch an uns gerichtet! Wir müssen auch Barmherzigkeit zeigen. Was also bedeutet es, Barmherzigkeit zu zeigen? Es bedeutet, anderen gegenüber Güte und Mitgefühl zu zeigen, Mitleid zu zeigen und bereit zu sein, jemandem zu helfen, der in Schwierigkeiten ist. Beschreibt das nicht die Taten des Samariters? Auf diese Weise verdeutlichte Jesus in seinem Gleichnis die Barmherzigkeit. Bevor Jesus sein Gleichnis erzählte, wollten zwei seiner Jünger ihren Nachbarn, den Samaritern, keine Barmherzigkeit erweisen! Sie fragten Jesus, ob sie Feuer vom Himmel schicken sollten, um das samaritanische Dorf zu zerstören! Und das alles, weil sie Jesus nicht willkommen geheißen hatten! Jesus hat sie streng zurechtgewiesen! (Lukas 9, 51-56) Wonach sehnst du dich, wenn du einen Fehler machst oder sündigst? Nach Gnade, richtig? Die gute Nachricht für uns ist, dass Gott der Ursprung der Barmherzigkeit ist! „Er tritt für uns ein, daher dürfen wir voller Zuversicht und ohne Angst vor Gottes Thron kommen. Gott wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen“ (Hebräer 4,16). Das ist gut zu wissen! Wenn wir es am meisten brauchen, können wir uns vertrauensvoll an Gott wenden, um Barmherzigkeit zu erlangen. Da wir Barmherzigkeit empfangen, möchte Jesus, dass wir anderen dasselbe erweisen!

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Warum tadelte Jesus die religiösen Führer, die rechtschaffen zu sein schienen und Gottes Gesetz befolgten, so oft?

Der Schriftgelehrte, ein Experte in den jüdischen Geboten, wollte von Jesus seine Handlungen und seine Einstellung gegenüber anderen, die er als seine Nächsten betrachtete, bestätigen lassen. Die Schriftgelehrten und anderen religiösen Führer zur Zeit Jesu gaben nach außen hin den Anschein, Gott in Wort und Tat zu gehorchen. Doch Jesus sah ihr Herz und kannte ihre inneren Motive. Er sah, wer sie wirklich waren, und hatte harte Worte für sie. In Matthäus 23,27-28 heißt es: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr seid wie die weiß getünchten Grabstätten: Von außen erscheinen sie schön, aber innen ist alles voll stinkender Verwesung. Genauso ist es bei euch: Ihr steht vor den Leuten als solche da, die Gottes Willen tun, aber in Wirklichkeit seid ihr voller Auflehnung und Heuchelei.“ Stell dir vor, wie überrascht und verlegen der Schriftgelehrte war, als er das Gleichnis Jesu hörte. Jesus weis auf den Samariter als wahren Nächsten hin und nicht auf den jüdischen Priester oder den Tempeldiener (Lukas 10,25-37). Gott tadelte die religiösen Führer seiner Zeit oft, weil sie Heuchler waren. Sie haben lieber eine Show für andere abgezogen, als ein Leben voller Wahrheit und Liebe zu führen. Gott hat dem Inneren eines Menschen schon immer mehr Bedeutung beigemessen als dem Äußeren. Dies sehen wir, als der Prophet Samuel einen von Isais Söhnen zum König salben wollte. In 1. Samuel 16,7 heißt es, dass der Herr zu Samuel sagte: „Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Er ist es nicht. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“ Ja, Gott schaut ins Herz des Menschen; über das hinaus, was wir mit unseren physischen Augen sehen können. Später in seinem Leben hatte König David eine Sünde gegen Uria, einen seiner Offiziere, begangen. Er beging Ehebruch mit Urias Frau und ließ Urias anschließend an die Front schicken, um ihn dort umbringen zu lassen. (2. Samuel 11,15; 2. Samuel 12,1-13). David hatte alle zum Narren gehalten. Er war buchstäblich mit Mord davongekommen! Dennoch hatte er Gott nicht getäuscht. Gott sandte den Propheten Nathan, um Davids Sünde aufzudecken. David flehte Gott an, ihm zu vergeben und ihn wiederherzustellen. Er bat Gott, ihn zu reinigen und sein Herz und sein Inneres zu läutern (eine hebräische Formulierung). (Psalm 51,1-3; 6-10). Konzentrieren wir uns also mehr auf unsere innere Reinheit als darauf, andere äußerlich zu beeindrucken oder zu täuschen! Lasst uns täglich beten, dass der Heilige Geist unsere Herzen reinigt und läutert!

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Wem sollen wir laut Jesus das Evangelium verkünden?

Sowohl die Samariter als auch die Juden behaupteten, ihr Tempel sei der wahre Ort der Gottesanbetung. Die Samariterin sprach darüber, als sie mit Jesus am Brunnen redete. „Kannst du mir dann eine Frage beantworten? Unsere Vorfahren haben Gott auf diesem Berg dort angebetet. Warum also behauptet ihr Juden, man könne Gott nur in Jerusalem anbeten?“ (Johannes 4, 20). Jesus antwortete, dass es bald keine Rolle mehr spielen würde, wo Gott angebetet werde. Er wollte, dass alle Menschen ihn im Geiste und in Wahrheit anbeten. Dies deutete auf eine Zeit hin, in der der Heilige Geist nach Jesu Tod, Auferstehung und Rückkehr in den Himmel alle Gläubigen erfüllen und in ihnen wohnen würde. (Johannes 4,21-24). Doch bevor jemand im Geiste und in der Wahrheit anbeten kann, muss er das Evangelium Jesu Christi hören! In Apostelgeschichte 1,8 verkündete Jesus, dass die Gläubigen mit dem Heiligen Geist erfüllt werden würden, der ihnen die Kraft gäbe, das Evangelium überall auf der Erde zu verbreiten. Dazu gehörte auch Samaria! „Aber ihr werdet den Heiligen Geist empfangen und durch seine Kraft meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa, in Samarien und überall auf der Erde.“ Durch die Kraft des Geistes Gottes predigte ein Mann namens Philippus den Samaritern, die ihm daraufhin glaubten und gerettet wurden. Er vollbrachte dort viele Wunder. Die Apostel in Jerusalem hörten, was in Samaria geschah, und kamen, um den Menschen die Hände aufzulegen, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden konnten! Auf dem Rückweg nach Jerusalem predigten sie das Evangelium in den samaritanischen Dörfern entlang des Weges. (Apostelgeschichte 8,4-25). Ja, das Evangelium war und ist für alle da, für Juden und Heiden gleichermaßen. Es gibt nicht den einen wahren Ort, um Gott anzubeten. Unabhängig davon, wer oder wo wir sind: Wenn wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten, wird unsere Anbetung von Gott angenommen und gefällt ihm!

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