Die Geschichte vom verlorenen Sohn






Zugehörige Fragen und Antworten
Was sollten wir tun, wenn wir etwas falsch gemach haben?
Was sollten wir tun, wenn wir etwas falsch gemach haben?
Gib es zu und bekenne es.
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen“ (1. Johannes 1,9). Von Anfang an wollte Gott eine Familie. Er möchte eine Beziehung zu dir haben, wie ein Vater eine Beziehung zu seinem Sohn hat. Manchmal verletzen wir unseren Vater. Aber wir möchten uns schnell entschuldigen und die Sache wieder in Ordnung bringen. Dasselbe gilt für unseren himmlischen Vater. Der einzige Weg, wie wir wissen können, was in dieser Welt richtig oder falsch ist, ist durch das, was Er uns durch sein Wort offenbart hat. Durch den Heiligen Geist in unseren Herzen können wir auch erkennen, ob wir etwas falsch gemacht haben.
Im Buch Jeremia sagte Gott, dass er einen neuen Bund mit uns schließen und sein Gesetz in unsere Herzen schreiben würde. Wenn wir sündigen oder etwas tun, was Gott nicht von uns will, können wir Schuldgefühle oder Traurigkeit empfinden, weil sein Heiliger Geist in unseren Herzen wirkt. Wenn wir also etwas Falsches tun, müssen wir unserem himmlischen Vater sagen, dass es uns leid tut. Dann müssen wir die Entscheidung treffen, diese Sache nicht mehr zu tun. Wenn wir Schwierigkeiten haben, weil wir diese Sünde immer wieder begehen, müssen wir Gott vielleicht bitten, uns die Gnade und Kraft zu geben, diese Sünde zu überwinden.
Möglicherweise müssen wir auch jemanden wie unsere Eltern oder einen Pastor finden, der uns als Freund helfen kann, mit dem wir unsere Herausforderungen teilen können. Du solltest deine Eltern immer fragen, wer die richtige Person sein könnte, der du solche Dinge anvertrauen kannst. Eine weitere Möglichkeit, Sünde zu überwinden, besteht darin, Zeit mit dem Wort Gottes zu verbringen (2. Timotheus 2,15). König David sagte: „Tief präge ich mir dein Wort ein, damit ich nicht vor dir schuldig werde“ (Psalm 119,11). Das Wort Gottes ist mächtig (Hebräer 4,12), und wenn wir darüber nachdenken, beginnt es Einfluss darauf zu nehmen, wie wir denken und was wir in unserem Leben tun möchten. Dies nennt man die Erneuerung unseres Geistes nach dem Wort Gottes (Römer 12,2).
Gottes kraftvolles Wort bewirkt tatsächlich eine Änderung unserer Denkweise und dass sich die Dinge ändern, die wir tun oder nicht tun möchten. Eine weitere Möglichkeit, die Sünde zu überwinden, besteht darin, Zeit mit Gott im Gebet, in Lobpreis und Anbetung zu verbringen. Dies stärkt unsere Beziehung zum Herrn und unsere Liebe zu ihm. Mit der Zeit verlieben wir uns so sehr in Gott, dass wir nichts tun wollen, was ihn verletzen könnte.
Gott möchte, dass du siegreich voranschreitest und dich nicht der Sünde stellen musst (Römer 6,23). Nimm dir also die Zeit, sein Wort zu lesen, und verbringe dann Zeit im Gebet und in der Anbetung des Herrn. Schon bald wirst du feststellen, dass die Dinge, die dich früher zur Sünde verleitet haben, immer weniger zu deinem Leben gehören. Du wirst den Sieg erringen, wenn du mit Jesus gehst.
Warum lässt Gott zu, dass wir Fehler machen?
Warum lässt Gott zu, dass wir Fehler machen?
Weil Gott uns liebt, erlaubt er uns, freie Entscheidungen zu treffen. Wenn wir die falsche Wahl treffen, machen wir Fehler.
Als Gott die Menschheit erschuf, schuf er uns nach seinem Bild und Gleichnis mit einem freien Willen, was bedeutet, dass er uns mit der Freiheit erschuf, zwischen Recht und Unrecht zu wählen. Gott wollte eine Familie. Er wollte keine Roboter. Daher steht es uns frei, entweder Gottes Wegen zu folgen oder uns gegen die Wahrheit der Bibel aufzulehnen.
Adam und Eva hatten im Garten Eden die Wahl – und traurigerweise entschieden sie sich, Gott nicht zu gehorchen. Nach dem Sündenfall setzte Gott einen Plan in Gang, um die Menschheit durch das liebevolle Opfer Jesu zu erlösen – und alles, was wir tun müssen, ist, uns dafür zu „entscheiden“, an ihn zu glauben, und wir werden gerettet werden. Wenn wir einmal erlöst sind, müssen wir uns fortwährend dafür entscheiden, Gott zu gehorchen und seinen Wegen zu folgen.
Allerdings sind wir alle nur Menschen und machen manchmal Fehler. Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben in Jesus liegt darin, zu erkennen, dass Gott uns den freien Willen gegeben hat, diese Entscheidung zu treffen, und wenn wir einen Fehler machen dann Gott um Vergebung für unsere Sünden zu bitten (1. Johannes 1,9).
Was für ein Freund solltest du sein?
Was für ein Freund solltest du sein?
In der Bibel steht: „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt“ (Johannes 15,13). Apropos Freundschaft: „Ein guter Freund steht immer zu dir, und ein Bruder ist in Zeiten der Not für dich da“ (Sprüche 17,17). Du kannst am besten ein guter Freund sein, wenn du die goldene Regel befolgst: „Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet“ (Matthäus 7,12). Und der Schlüssel dazu ist, das erste Gebot zu befolgen, nämlich Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft zu lieben (Matthäus 22,37). Dann kommt direkt danach das zweite Gebot, nämlich den Nächsten zu lieben, wie du dich selbst liebst (Matthäus 22,39).
Der Weg zu einem erfüllten Leben darin besteht, zuerst Jesus, dann den Nächsten und dann dich selbst zu lieben. Wenn du diesen Prioritäten einhältst, wirst du anderen ein wahrer Freund sein.
Wird Gott wütend und wirft mich aus seiner Familie?
Wird Gott wütend und wirft mich aus seiner Familie?
Nein.
Ich habe gute Neuigkeiten! Gott ist nicht böse auf dich. In 2. Korinther 5,21 heißt es: „Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können.“ Weil Jesus am Kreuz die Sünde auf sich nahm, wird jeder Gläubige, der Jesus Christus als seinen Herrn und Erlöser annimmt, ein Kind Gottes. Der Apostel Johannes schreibt: „Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ In Römer 10,9 heißt es: „Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: »Jesus ist der Herr!«, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.“ Indem du Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du Teil der Familie Gottes – und es gibt nichts, was du tun kannst, damit Gott dich nicht in dieser Familie haben will (Römer 8,15).
Da wir Menschen sind, machen wir alle von Zeit zu Zeit Fehler und sündigen (Römer 3,23). Diese Sünde macht Gott traurig, aber er ist nicht wütend auf Dich. Gott ist traurig, weil er weiß, dass Sünde dir schaden kann (Römer 6,23), und er möchte nicht, dass dir etwas zustößt. Wenn wir also sündigen, ist es wichtig, dass wir Gott schnell um Vergebung bitten (1. Johannes 1,9) und darum, uns von allen unseren Sünden zu reinigen, sowohl von denen, an die wir uns erinnern, als auch von denen, die wir vielleicht vergessen haben.
Wenn wir uns Gott für unsere Sünden entschuldigen, nennt man das Buße tun. Das griechische Wort „Buße tun“ bedeutet wörtlich „seine Meinung ändern“. Wenn wir also für unsere Sünden Buße tun, entschuldigen wir uns bei Gott und versprechen, dass wir durch seine Gnade und mit seiner Hilfe keine schlechten Dinge mehr tun werden. Aber selbst wenn wir erneut sündigen, dürfen wir wissen, dass Gott uns liebt. Er ist unser himmlischer Vater und möchte, dass wir um Vergebung bitten, damit er uns segnen und vor allen Plänen des Teufels schützen kann. Gottes Liebe und Vergebung für uns durch Jesu Opfer am Kreuz ist einer der Gründe, warum das Evangelium eine so gute Nachricht ist.
Warum war der ältere Bruder unzufrieden mit dem jüngeren Bruder?
Warum war der ältere Bruder unzufrieden mit dem jüngeren Bruder?
Der ältere Bruder war bei seinem Vater geblieben. Er war wütend auf seinen jüngeren Bruder, weil dieser gegangen war. Der ältere Bruder hatte das richtige Herz. Aber er war auch geistig stolz.
Dieser Bruder befolgte das Gesetz. Aber er empfand nicht die gleiche Liebe wie sein Vater und das war seine Schwäche. Als Christen können wir sehr leicht in dieselbe Falle des geistlichen Stolzes tappen, in die der ältere Bruder getappt ist. Wir können sagen: „Oh, ich liebe Gott, aber ich mag die Menschen nicht besonders.“ Dies zeugt jedoch von mangelnder Reife und einem mangelnden Verständnis dafür, was Gott in diesem Leben für uns möchte (1. Johannes 4,20).
Der Apostel Johannes sagte, dass Jesus in Gnade und Wahrheit kam (Johannes 1,17). Dies ist eine bedeutsame Formulierung, denn sie zeigt, dass bei Jesus die Gnade an erster Stelle stand und die Wahrheit zweitrangig war. Manche Christen machen den Fehler, die Wahrheit hochzuhalten, ohne in Gnade und Liebe zu wandeln. In der Bibel heißt es: „Stattdessen wollen wir die Wahrheit in Liebe leben“ (Epheser 4,15). Im wichtigen Kapitel über die Liebe, 1. Korinther 13, sagt der Apostel Paulus: „Wenn ich in den unterschiedlichsten Sprachen der Welt, ja, sogar in der Sprache der Engel reden kann, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nur wie ein dröhnender Gong oder ein lärmendes Becken. Wenn ich in Gottes Auftrag prophetisch reden kann, alle Geheimnisse Gottes weiß, seine Gedanken erkennen kann und einen Glauben habe, der Berge versetzt, aber ich habe keine Liebe, so bin ich nichts“ (1. Korinther 13,1-2).
Der ältere Bruder verstand das Gesetz und befolgte es, aber er verstand nicht die Bedeutung der Liebe. Der Vater betonte, dass der jüngere Sohn einst tot war, jetzt aber lebendig ist (Lukas 15,32). Er war zu seinem Vater zurückgekehrt, und das war alles, was zählte.
Wir müssen sicherstellen, dass wir diejenigen nicht verurteilen, die unserem himmlischen Vater ungehorsam waren, sondern dass wir diesen Menschen, die oft innerlich leiden, die Liebe und Gnade Gottes zeigen. Die Bibel sagt uns: „Die Liebe hört niemals auf“ (1. Korinther 13,8). Der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigte wahre Liebe und als sein rebellischer Sohn nach Hause kam, lief er ihm entgegen (Lukas 15,20). Lasst uns denselben Menschen in unserem Leben dieselbe Liebe entgegenbringen, damit sie ihren himmlischen Vater sehen und seine Gnade und Barmherzigkeit erfahren können.
Q&A