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Die Bergpredigt

Superbuch Folge 504

Die Bergpredigt enthält Jesu Lehren über die Seligpreisungen und in dieser Folge lernst du, wie du dein Leben als Nachfolger Jesu leben kannst.

Verwandte Fragen und Antworten

Nun, da ich mich entschieden habe, Christus nachzufolgen, wie soll ich leben?

Kurz nachdem Jesus seine Jünger auserwählt hatte, setzte er sich auf einen Berghang, um sie zu lehren, wie er es zuvor noch nie getan hatte. Als sich die Menschenmengen versammelten, offenbarte Jesus, was es wirklich bedeutet, ihm nachzufolgen. Er sparte kein Wort, als er über viele Dinge sprach; vom Segen bis zur Verfolgung wegen des Glaubens an ihn. Sie lernten etwas über Gottes Reich; wie man ausharrt, liebt, ein Licht ist, betet, gibt und Gott vertraut – und noch vieles mehr. (Matthäus 5-7). Jesus schloss seine Predigt in Matthäus 7,24 mit dem Hinweis, dass man nicht nur hören, sondern auch alles tun solle, was er gesagt hatte. „Wer nun auf das hört, was ich gesagt habe, und danach handelt, der ist klug. Man kann ihn mit einem Mann vergleichen, der sein Haus auf felsigen Grund baut.“ Jesus legte ein solides Fundament dafür, dass seine Nachfolger so leben konnten, wie er auf Erden gelebt hatte. Dieses Fundament bietet uns nach wie vor eine feste Grundlage, auf der wir heute aufbauen können. Zu Jesu Zeiten kamen immer mehr Menschenmengen zusammen, als sich die Kunde von seinen Lehren und den von ihm vollbrachten Wundern verbreitete. Die Bibel berichtet oft davon, wie Jesus seine auserwählten Jünger beiseite nahm, um Zeit mit ihnen zu verbringen. In diesen Zeiten erschloss er ihnen das Verständnis für etwas, das er getan oder gesagt hatte, wie zum Beispiel ein Gleichnis oder eine Vorstellung vom Reich Gottes. (Markus 6,31; Markus 3,7+20; Lukas 18,31; Matthäus 17,1). Das Leben ist heutzutage sehr hektisch. Aber genau wie in biblischen Zeiten wünscht sich Jesus, Zeit mit seinen Nachfolgern – also mit uns! – zu verbringen. Es ist wichtig, dass wir uns Zeit nehmen, um allein mit Jesus zu sein, seiner sanften Stimme zu lauschen und seine Worte zu lesen. Er wird uns die nötige Orientierung und Einsicht geben, um so zu leben, wie er es auf Erden getan hat. In 1. Johannes 2,5-6 heißt es: „Doch wer sich nach dem richtet, was Gott gesagt hat, bei dem ist Gottes Liebe zum Ziel gekommen. Daran erkennen wir, ob wir wirklich mit ihm verbunden sind.  Wer von sich sagt, dass er zu ihm gehört, der soll auch so leben, wie Jesus gelebt hat.“

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Ist es möglich, aus eigener Kraft wie Christus zu leben?

In der Bergpredigt lehrte Jesus, was es bedeutet, als sein Nachfolger zu leben. Jesus hat auf Erden nie gesündigt; er hat Gottes Wort vollkommen befolgt. Und das ist für uns der Maßstab. In Matthäus 5,48 sagte Jesus: „Ihr aber sollt in eurer Liebe vollkommen sein, wie es euer Vater im Himmel ist.“  Wie können wir das bewerkstelligen? Das können wir nicht – die Bibel sagt, dass es keinen gibt, der perfekt oder gerecht ist – nicht einen einzigen! (Römer 3,10). Das ist nicht gut; ist dann alles hoffnungslos für uns? Ja, wenn wir es ganz allein versuchen. Jesus sagt uns in Johannes 15,5 ganz deutlich, dass wir ohne ihn nichts tun können. Doch im selben Vers sagt er auch, dass wir viel Frucht bringen können, wenn wir mit ihm verbunden bleiben! Mit anderen Worten: Wir können die Dinge tun, die Gott gefallen. Als Jesus die Welt verließ, um in den Himmel zurückzukehren, sandte er uns einen Beistand – den Heiligen Geist –, damit wir in dieser Welt siegreich leben können. Er ist unser Lehrer und Helfer. „Der Heilige Geist, den euch der Vater an meiner Stelle als Helfer senden wird, er wird euch alles erklären und euch an das erinnern, was ich gesagt habe“ (Johannes 14,16). Ist das nicht fantastisch? Gott hilft uns, so zu leben, wie Christus gelebt hat! Der Heilige Geist wird uns auch helfen, so zu beten, wie Jesus es tat: selbstlos und nach Gottes Willen. Wenn wir nicht wissen, wie oder was wir beten sollen, wird er uns helfen! (Römer 8,26). Jesus sagte, dass wir gute Frucht bringen werden, wenn wir mit ihm verbunden sind. In Galater 5,22-25 erfahren wir, dass der Heilige Geist in uns die Frucht Gottes hervorbringt! „Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so? Dann kann kein Gesetz mehr etwas von euch fordern! Es ist wahr: Wer zu Jesus Christus gehört, der hat sein selbstsüchtiges Wesen mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz geschlagen. Durch Gottes Geist haben wir neues Leben, darum wollen wir uns jetzt ganz von ihm bestimmen lassen!“ Wow, das ist eine Menge Hilfe, die er da leistet. Es ist unerlässlich, dass wir in allen Bereichen unseres Lebens der Führung des Heiligen Geistes folgen, um wie Christus zu leben. Ist das einfach? Nein, das ist es nicht; wir werden Fehler machen und auch mal scheitern. Aber Gott hat auch dafür Vergebung und Unterstützung vorgesehen! (1. Johannes 1,9; 2,1) Er wird uns wiederherstellen, damit wir unseren Weg mit Christus fortsetzen können. Sacharja 4,10 sagt uns, dass wir die kleinen Anfänge nicht verachten sollen. Gott freut sich, uns auf unserem neuen Weg mit Jesus zu sehen. Er weiß, dass die Nachfolge Christi ein Prozess ist und Zeit braucht, während wir wachsen und lernen. Gott möchte, dass wir erfolgreich sind, und er hat uns seinen Geist gegeben, um die Welt zu überwinden! (1. Johannes 4,4).

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Was sollte ich als Nachfolger Christi in dieser Welt anstreben?

In der Bergpredigt sagte Jesus: „Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann. Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. (Matthäus 6,20-21). Was genau bedeutet das für uns? Kennst du den alten Spruch: „Man kann es nicht mit ins Grab nehmen“? Dies bezieht sich auf die Tatsache, dass wir alle „mit leeren Händen“ gehen, wenn unsere Zeit auf dieser Erde abgelaufen ist. Wir können unsere Besitztümer nicht mitnehmen. Hiob sagte im Grunde dasselbe in Hiob 1,21: „Nackt bin ich zur Welt gekommen, und nackt verlasse ich sie wieder.“ Wie traurig und tragisch für einen Menschen, dessen Fokus ausschließlich darauf liegt, so viel wie möglich in dieser Welt anzuhäufen, und nicht auf die Dinge Gottes, die Bestand haben werden. Jesus möchte, dass wir die richtigen Prioritäten setzen und uns auf Gottes Dinge konzentrieren, um sie zu unserem Schatz zu machen. Paulus sprach in Kolosser 3,23–24 davon, auf eine ewige Belohnung hinzuarbeiten. „Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!“ In vielen Bibelstellen ist von einer ewigen Belohnung die Rede. (Matthäus 10,41; 2. Timotheus 4,8; Offenbarung 22,12; Matthäus 10,42; Hebräer 6,10; 1. Korinther 3,8). In Lukas 12,15 warnte Jesus: „Hütet euch vor der Habgier! Wenn jemand auch noch so viel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen.“ Es geht nicht darum, wer die meisten „Dinge“ hat; es geht um das geistlich reiche Leben, das wir jetzt und in Zukunft im Reich Gottes führen können. In Kolosser 3,1-4 erklärte uns Paulus, worauf wir uns konzentrieren sollen, wenn wir Christus nachfolgen: „Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite. Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht. Denn für sie seid ihr gestorben, aber Gott hat euch mit Christus zu neuem Leben auferweckt, auch wenn das jetzt noch verborgen ist. Doch wenn Christus, euer Leben, erscheinen wird, dann wird jeder sehen, dass ihr an seiner Herrlichkeit Anteil habt.“ Das ist eine Belohnung, für die sich das Warten lohnt! In der Bergpredigt sagte uns Jesus, dass wir alles haben werden, was wir brauchen, wenn wir Gott an erste Stelle setzen. Bei Matthäus 6,33 steht: „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“ Im Buch der Psalmen hat David uns ermahnt, unser Herz auf Gott zu richten. „Freue dich über den HERRN, und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst.“ Wenn wir Gott zu unserem Schatz machen, werden seine Wünsche auch unsere Wünsche sein und wir werden alles, was wir brauchen, im Überfluss haben – in diesem Leben und für immer im Himmel. (Psalm 37,4).

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Wie kann ich darauf vertrauen, dass Gott mir das geben wird, was ich brauche?

Jesus lehrte uns in der Bergpredigt, dass Gott nicht will, dass wir uns um die Dinge sorgen, die wir in diesem Leben brauchen. Stattdessen möchte er, dass wir ihm vertrauen. In Matthäus 6,8 sagte Jesus: „Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet.“ Im Gegensatz zu anderen, die Gott nicht kennen, können wir Trost darin finden, dass er uns in- und auswendig kennt und sich all unserer Bedürfnisse bewusst ist. Wirklich: noch bevor wir Gott um etwas bitten. Gott kennt unsere Bedürfnisse, aber er möchte, dass wir aus Liebe, Vertrauen und Abhängigkeit zu ihm kommen wie Kinder zu ihrem Vater. Im Vaterunser lehrte uns Jesus zu beten: „Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen.“ (Matthäus 6,11). Das bedeutet alles, was wir für diesen Tag brauchen: emotional, körperlich und geistlich. Gott möchte, dass wir darauf vertrauen, dass er immer und jeden Tag unsere Quelle ist. David sagte in Psalm 38,10: „Herr, du kennst meine Sehnsucht, du hörst mein Seufzen!“ Gott hat sich nicht verändert, er hört sogar unser Seufzen und unsere Gedanken. Jesus lehrte uns mehr darüber in Matthäus 6,25-34: „Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern. Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen. Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig? Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ‚Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‘ Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.“ Gott möchte nicht, dass wir uns von Sorgen beherrschen lassen; stattdessen möchte er, dass wir uns auf seine Dinge konzentrieren: seinen Willen, seinen Plan und seine Absicht. Wenn wir diese Dinge tun, verspricht er uns, dass er für uns sorgen wird! Einer der vielen Namen Gottes ist Yahwe-Jireh. Es bedeutet: „Der Herr wird für uns sorgen.“ (1. Mose 22,14). So nannte Abraham Gott, als er ihm den Widder als Opfergabe anstelle seines Sohnes Isaak bereitstellte. Gott wusste genau, wo Abraham war und was er zu diesem Zeitpunkt brauchte. (1. Mose 22,1-19). Gott liebt uns so sehr, dass er uns durch Jesu Tod am Kreuz Vergebung und Versöhnung ermöglicht hat. (Römer 4,25). Wenn er dazu bereit war, wird er dann nicht auch für alle anderen Bedürfnisse sorgen? David erklärte in Psalm 84,12: „Denn Gott, der HERR, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns wie ein Schild. Er schenkt uns seine Liebe und verleiht uns hohes Ansehen. Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den lässt er nie zu kurz kommen.“

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Spielt es eine Rolle, was mein Motivation für eine gute Tat ist?

Gute Taten sind wichtig, aber nicht alle guten Taten sind gleich. Sie müssen aus den richtigen Gründen getan werden. Es ist wichtig, dass Gott die Aufmerksamkeit und das Lob erhält – nicht wir. In der Bergpredigt sagte Jesus in Matthäus 6,1-2: „Hütet euch davor, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen. Sonst könnt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr erwarten. Wenn du also einem Armen etwas gibst, dann posaune es nicht hinaus wie die Heuchler. Sie reden davon in den Synagogen und auf den Gassen, damit alle sie bewundern. Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten.“ Wenn wir Applaus wollen, wird er schnell wieder verstummen. Wenn wir hingegen mit demütigem Herzen Gutes tun, um Gott zu loben, dann währen diese Belohnungen ewig! Jesus sagte in Matthäus 5,16, „Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Ist dir aufgefallen, dass der Fokus auf Gott liegen muss – nicht auf uns? In Matthäus 23,5 sprach Jesus über die Heuchelei der Pharisäer: „Mit allem, was sie tun, stellen sie sich zur Schau.“ Deine Motivation ist Gott wichtig. Warum tun wir, was wir tun? Er erforscht unsere Herzen, um zu sehen, was uns antreibt. In Sprüche 16,2 heißt es: „Der Mensch hält sein Handeln für richtig, aber der HERR prüft seine Beweggründe.“ Möge alles, was wir tun, zu seiner Ehre geschehen und nicht zu unserer!

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